Enneagramm

Das Enneagramm ist nicht als Religion zu verstehen und soll auch nicht als Ersatz-Religion oder Glaubens-Ersatz dienen. Es kann aber als Hilfsmittel verwendet werden, um sich etwa der eigenen Schwächen bewusst zu werden; so kann es (im christlichen Kontext) als „Beichtspiegel“ verwendet werden (Dietrich Koller). Das Enneagramm ist ein Symbol der Umkehr (und hat nichts mir modernem Streben nach „Selbstfindung“ zu tun).

Die bedeutendsten heutigen Enneagramm-Autoren unterscheiden ein „falsches“ Selbst bzw. „Ego“ und ein „wahres“ (göttliches) Selbst (Bezeichnung bei Richard Rohr: false self / ego und true self; Don Richard Riso spricht von der Persönlichkeit als dem „eingefahrenen“ Ego-Muster (ego fixation), welches die Person von dem wahren Wesen („Essenz“) trennt). Der Weg dorthin wird „Transformation“ genannt.
Übersicht der neun Typen

Die moderne Enneagrammlehre besagt, dass jeder Mensch zu genau einer dieser neun Beschreibungen passt, und dass dieser Grundton der Persönlichkeit sich im Lauf eines Lebens nicht wirklich ändert. Die Lehre besagt jedoch auch, dass das Enneagramm niemals die biografische Einzigartigkeit eines Menschen erfassen kann, sondern lediglich die Enneagrammstruktur.